Breslau 1925 // 24. Kongreß des DSB

19. Juli bis 1. August 1925
    1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 Punkte
1 Bogoljubow, Efim 1 0 ½ 1 1 1 1 1 1 1 1
2 Nimzowitsch, Aaron 0 ½ ½ 0 1 ½ + 1 1 1 1
3 Wagner, Heinrich 1 ½ ½ ½ 0 1 0 1 ½ 1 1 7
  Rubinstein, Akiba ½ ½ ½ 1 ½ ½ 1 0 ½ 1 1 7
5 Réti, Richard 0 1 ½ 0 1 ½ 0 1 ½ ½ 1 6
  Becker, Albert 0 0 1 ½ 0 ½ ½ 1 1 1 ½ 6
  Grünfeld, Ernst 0 ½ 0 ½ ½ ½ ½ 1 ½ 1 1 6
8 Sämisch, Friedrich 0 - 1 0 1 ½ ½ 0 ½ ½ 1 5
9 von Gottschall, Hermann 0 0 0 1 0 0 0 1 1 0 1 4
10 Tarrasch, Siegbert 0 0 ½ ½ ½ 0 ½ ½ 0 0 1
11 Blümich, Max 0 0 0 0 ½ 0 0 ½ 1 1 0 3
12 Moritz, Bruno 0 0 0 0 0 ½ 0 0 0 0 1
Runde Datum Weiß Erg. Schwarz Partienotation
1 19.07.1925 Grünfeld, Ernst ½-½ Nimzowitsch, Aaron 1.d4 Nf6 2.c4 e6 3.Nf3 b6 4.g3 … Partie nachspielen#2
2 20.07.1925 Nimzowitsch, Aaron 0-1 Réti, Richard 1.e3 e5 2.c4 Nf6 3.Nc3 Nc6 … Partie nachspielen#3
3 21.07.1925 Sämisch, Friedrich 0-1 Nimzowitsch, Aaron 0-1 Partie nachspielen
4 22.07.1925 Blümich, Max 0-1 Nimzowitsch, Aaron 1.Nf3 e6 2.g3 b6 3.Bg2 Bb7 … Partie nachspielen#2
5 23.07.1925 Nimzowitsch, Aaron 1-0 von Gottschall, Hermann 1.Nf3 e6 2.d4 d5 3.e3 Nf6 4.b3 … Partie nachspielen#2
6 25.07.1925 Becker, Albert 0-1 Nimzowitsch, Aaron 1. e4 e6 2. d4 d5 3. Nc3 Nc6 … Partie nachspielen#2
7 27.07.1925 Nimzowitsch, Aaron 1-0 Moritz, Bruno 1.Nf3 Nf6 2.b3 g6 3.e3 Bg7 … Partie nachspielen
8 28.07.1925 Bogoljubow, Efim 1-0 Nimzowitsch, Aaron 1. d4 Nf6 2. c4 e6 3. Nc3 Bb4 … Partie nachspielen#2
9 30.07.1925 Nimzowitsch, Aaron 1-0 Tarrasch, Siegbert 1.Nf3 Nf6 2.c4 c5 3.Nc3 d5 … Partie nachspielen#3
10 31.07.1925 Wagner, Heinrich ½-½ Nimzowitsch, Aaron 1.e4 c6 2.d4 d5 3.exd5 cxd5 … Partie nachspielen
11 01.08.1925 Nimzowitsch, Aaron ½-½ Rubinstein, Akiba 1.e4 e5 2.Nf3 Nc6 3.Nc3 Nf6 … Partie nachspielen#2

Ausbeute

  • Preisgeld: 700 Reichsmark (RM)
    [entspricht ca. 2.800 €, Stand 2021

Quelle: Österreichische Schachrundschau Jahrgang 1925 Seite 193

Zugabe

Nimzowitsch hat wie immer ideenreich gespielt, aber seine Waffen sind oft zu hübsch, zu zierlich, um sich erfolgreich neben Bogoljubows robuster Kampfweise zu behaupten.

Zur Würdigung des ersten und zweiten Preisträgers sei einem Berufeneren das Wort übergeben. Richard Réti schreibt in der „Wiener Allgemeinen Zeitung" vom 9. August:
„... Den zweiten Preis in Breslau errang Nimzowitsch, ein Meister, der schon seit vielen Jahren unentwegt bemüht ist, seine zahl­reichen neuen Ideen durchzusetzen, eine schwere und auch insofern undankbare Auf­gabe, als er dabei fortwährend gezwungen ist, mit noch unerprobten Waffen gegen solche anzukämpfen, deren Vorzüge und Fehler längst erkannt und Gemeingut geworden sind. Es ist daher nicht zu verwundern, wenn Nimzowitsch mit seinen neuen Systemen nicht immer jene Erfolge erringen, jenen Anklang erreichen konnte, der ihm vielleicht von einem histori­schen Gesichtspunkte aus gebührt hätte. In den letzten Turnieren hat dieser Meister aber sehr erfolgreich gekämpft. In Baden-Baden hat er sehr unsicher begonnen, sich aber dann sehr gut eingespielt, konnte bald darauf in Marien­bad mit Rubinstein den ersten und zweiten Preis teilen — sein größter Schacherfolg — und hat auch diesmal vorzüglich abgeschnitten. Es scheint, daß nun vieles von dem Neuen, daß ihn stets erfüllte, gereift ist und er nun auf dem Wege ist, die Früchte jahrelangen Suchens und Strebens zu ernten.“

Nachschlag