nimzowitsch.net Werke Die Blockade Die Blockade - Abschnitt IX

Abschnitt IX

Diagramm 7

In der Stellung des Diagramm 7, das wiederum nur die Lage der Hauptakteure wiedergibt, hat Schwarz den Kandidaten einigermaßen auf e4 fixiert. Ohne Hoffnung, e4—e5 jemals durchsetzen zu können, entschließt sich Weiß dazu, seine Mehrheit als solche zu „opfern". Er zieht f4 —f5 und nun setzen sich die respektiven Springer auf e5 und e6 fest. Der Springer e6 kann bei einem großen Figurenkomplex den Auftakt zu einem starken Angriff bilden, positionell ist aber die schwarze Partie gut und der blockierende Springer e5 steht auch sonst sehr stark (siehe meine Ausführungen unter „pro secundo"), denn er verhindert die Annäherung der weißen Angriffstruppen, z. B. einer Dame nach g4 oder eines Turmes nach f3 etc.

Wie wir also gesehen haben, ist bei jedwedem Kampfe gegen eine Bauernmehrheit die Behinderung der Auftakt. Das schließliche Ideal aber besteht in der Blockade.

Der Wunsch, eine mobile Bauernhorde zu stoppen, ist in sich begreiflich; rätselhaft mutet uns jedoch der Umstand an, dass es mitunter notwendig erscheint, ganz bewegungsarme Bauern zu blockieren. Dieses geschieht vor allem dann, wenn man genannten Bauern zu einem Angriffsobjekt stempeln möchte (siehe Diagr. 8).